Alles andere als brav – Kalendertür 3

Tür 3 führte direkt in die TinTin Cocktail Bar. Carolin trug seit langem wieder ein Kleid, Seidenstrümpfe und hochhackige Stiefel, die ihre Beine gut zur Geltung brachten. Im Dämmerlicht am Ecktisch sitzend, wurde sie dafür belohnt: Frieder umschmeichelte ihre Knie und Oberschenkel mit der Feder. Sie bestellten Whiskey Sour und Ingwer Gin Buck, der sie ziemlich locker machte.

Er spielte mit dem Saum ihres Kleides, rieb den Stoff zwischen den Fingern. Passend zu ihrer Erregung, malten ihre Finger aus dem Wasser, das auf die Tischplatte getropft war, kleine Wirbel. Die freie Hand legte sie in seinen Schritt, streichelte mit dem Daumen die Mulde zwischen dem Oberschenkel und seinen Goldkugeln. Minutenlang. Sie berührte ihn gerne, und dies hier in der Bar zu tun, steigerte ihre Aufregung minütlich.

Während sich ihre Hände unter dem Tisch vergnügten, verputzten sie knusprigen Speck umwickelte Datteln und einen Berg salzige Nüsse.

Als Frieder Carolins Hand spürte, die die Innenseite seines Oberschenkels erkundete und dann fest zupackten, seufzte er.

»Ist das okay?«, fragte Carolin.

»Scherzt du?« Sein bestes Stück war hart und drückte fast schon schmerzhaft gegen den Stoff seiner Hose. Schwang doch in jeder Berührung bereits die Verheißung auf das mit, was sie seit Monaten nicht mehr getan hatten. Sie rückten noch näher an einander heran.

Im Wagen, auf dem Heimweg, streichelte Carolin versonnen mit dem Federkitzler ihren Handrücken: »Dieser Abend hat mir außerordentlich gut gefallen.«

»Und dieses Mal ist er noch nicht zu Ende. Versprochen.«

Im Flur zogen sie die Mäntel und Schuhe aus. Wohin nun? Die Abmachung war: alles außerhalb vom Schlafzimmer. Also ins Wohnzimmer. Dort drängte Frieder Carolin gegen die Lehne vom Sofa, schob ihr das Kleid hoch und den Slip mitsamt der Strumpfhose in einer fließenden Bewegung nach unten. Während er schon sein Becken gegen sie presste, nestelte Carolin an seinem Reißverschluss.

Es war Monate her, dass er sie auf diese Art berührt hatte. Sie erkannte seine geschmeidigen Bewegungen wieder. Gleichzeitig registrierte sie, wie sich sein gesamter Muskelaufbau durch das viele Training verändert hatte. Das war eine neue Version von Frieder und sie gefiel ihr ausgesprochen gut.

Die letzten beiden Tage hatten die Erwartung und die Lust dermaßen aufgebaut, dass das Wort beSINNLICHe Weihnachtszeit eine ganz neue Bedeutung bekam.

Bis zum 24. Dezember gibt es täglich eine Szene – macht (jugendfrei) mit, gern auch mit Lyrik. Dafür habt ihr drei Möglichkeiten: direkt hier im Kommentar, auf Instagram unter #allesanderealsbrav oder auf facebook in den Kommentaren.

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