Auf der Zielgeraden – Die Lektoratsphase aus Sicht von Ines Witka

Das gesamte verschneite letzte Wochenende habe ich mit den Anmerkungen von Sunita Sukhana in meinem Manuskript Perle um Perle verbracht. Es macht ziemlich viel Spaß zu erleben, wie der Text danach besser und geschmeidiger klingt.

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Da waren zum Beispiel überflüssige Wörter – weg damit. Bei anscheinend überflüssigen Sätzen wird es kniffliger. Mancher Satz muss diskutiert werden, ob ihn der Leser nicht doch braucht, aber an einer anderen Stelle, oder ob er einfach zu viel des Guten ist. Die Leser, also ihr, sollt nicht durch unnötige Wiederholungen oder Informationen gelangweilt werden.
Wenn Sunita mir vorschlägt „Gleichwohl, es war entschieden.“ in „Aber es war entschieden.“ zu ändern, dauert die Entscheidung länger. Ich prüfe, ob das Wort im Duden als „veraltet“, „umgangssprachlich“ oder „bildungssprachlich“ steht oder ob es doch eine andere Bedeutung hat, als ich dachte. Ich habe dann „Obwohl, es war entschieden.“ daraus gemacht.
Komma-, Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind schnell behoben. Da klicke ich einfach auf Änderung annehmen. Nur wenn ich ein komplett anderes Gefühl habe, schlage ich es im Duden nach. Zu 98 % ist mein Gefühl falsch und die Korrektur von Sunita berechtigt. So arbeite ich mich Wort für Wort, Komma für Komma durch das gesamte Manuskript.
Durch das Lektorat hat der Text nicht nur eine inhaltliche und stilistische Überarbeitung erhalten. Die Rückfragen von Sunita spiegeln mir, was ich verständlicher formulieren sollte. Nun ist die Geschichte noch spannender geworden.
Die Zusammenarbeit mit Sunita ist produktiv und macht Spaß. Sie geht sehr achtsam und wertschätzend mit dem Text um. An dieser Stelle also ein Danke an meine Lektorin.
Herzlichst Ines Witka

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