Frauenbild in Erotikszenen

In meinen Kurzgeschichten sind die Frauen autark, trauen sich was, sind frech. Meine Romane hingegen sind Entwicklungsromane. Die Hauptfiguren sind Suchende, die am Anfang von etwas stehen und unsicher sind. Meine Lektorin schrieb damals über Margarete, die Hauptfigur in Perle um Perle: „Die Protagonistin ist eine scheue junge Frau. Wenn die Leser sie das erste Mal kennenlernen, wirkt sie unsicher. Auffällig ist ihr Verhältnis zu ihrem Körper, den sie stets unter mehreren Lagen weiter Kleidung versteckt. Am Ende hat sie eine große Entwicklung durchlaufen und kann ihrem Verführer die Stirn bieten.“

In Theater der Lust ist Viktoria eine zutiefst gedemütigte Frau, die sich im Laufe von drei Bänden (!) zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die sich was zutraut.

Jedoch kann ich meine Lust an starken Frauen in anderen Figuren ausleben – Katja, die Cousine von Margarete ist eine attraktive Studentin, die nichts anbrennen lässt. Dementsprechend interessant gestaltete sich auch ihr Liebesleben.

Gil, die Intendantin des Theaters, wird zur besten Freundin von Viktoria. Sie ist mutig, unabhängig, vertritt klar ihre Meinung. Mit ihren Freundinnen gründet sie den Roten Mond Salon, indem sich Frauen über ihre Lust austauschen und über die Gesellschaft sprechen, die den Frauen enge Grenzen setzt. Es gibt also genügend Frauenfiguren, die sich behaupten und Gleichberechtigung leben. Auch im Bett.

Foto: Thomas Karsten, Cover von Perle um Perle, erschienen im konkursbuchverlag

Über welche Frauen lest ihr gerne?

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Dieser Beitrag ist im Rahmen der Instagram Challenge unter dem Hashtag frivolerfragefreitag entstanden. Initiiert ist er von Margaux Navara und mir, um allen, die was mit Erotik machen, einen Wochentag für mehr Sichtbarkeit zu geben.

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