Kreatives Schreiben: Heimat

„Ach, du liebe Heimat …“

Diesen Kurs mag ich sehr und ich habe schon erleben dürfen, was für berührende Geschichten dabei entstehen.  
Was ist Heimat? Ein Ort? Ein Raum? Ein Gefühl? Eine Gemeinschaft?
Der Begriff „Heimat“ scheint mehr Fragen zu erzeugen als Klarheit. Natürlich: Ein Mensch ist immer irgendwo. Doch wie kam er dahin? Wo brach er auf? Warum bleibt er? Ist Heimat vielleicht nur eine Utopie, ein Sehnsuchtsort aus der Kindheit?

Um diesem Thema weiter auf den Grund zu gehen luden Ev. Kirchengemeinde und Degerlocher Frauenkreis e. V. zu Schreibwerkstätten ein. Mit Hilfe von kreativen Schreib- und Kreativitätstechniken näherten wir uns dem Thema.

Verschiedene Übungen ermutigten dazu, neue Wege zu gehen. Das Akrostichon, das Elfchen, das ABCdarium und das ABC-Gedicht waren nur einige der Kreativitätstechniken, die die Teilnehmerinnen anwendeten.

Kinderfotos und Gegenstände, die mit Heimat verbunden waren, sollten mitgebracht werden. Über die mitgebrachten Gegenstände wurden erste Erinnerungen und Gedanken ausgetauscht – „Welche Geschichte kann ich zu meinem Gegenstand erzählen? Welche Geschichte verbirgt sich bei Dir?“ – mehr brauchte es nicht, um den Austausch und den Weg für Ideen anzustoßen.

Herausgekommen sind viele Wortsammlungen, literarische Kleinformen und kurze Texte.

Die nächste Gelegenheit uns dem Begriff Heimat schreibend, dichtend, denkend, diskutierend und spielend zu nähern und ihn zu entstauben ist im Oktober.
Buchbar über die VHS Stuttgart: Kursnr.: 212-22540
Zeitraum: ab Mittwoch, 13.10. 2021 – 27.10.2021, 17:00 – 20:00 Uhr Dauer: 3

Ausstellung 101 Geschichten über Heimat

Die Texte des Kurses waren Teil eines Gemeinschaftsprojektes von der ev. Kirchengemeinde, der Degerlocher Geschichtswerkstatt und dem Degerlocher Frauenkreises, das mit einer kleinen, liebevoll gestalteten  Ausstellung endete. Die Texte, die in der Schreibwerkstatt entstanden waren, bereicherten die Ausstellung.

Die Frage „Wie schmeckt Heimat?“ stand am letzten Workshop-Tag im Fokus. Die „Ode an die Zwiebel“ von Pablo Nerudahat zu vielen wunderbaren Heimatoden inspiriert und die Ausstellung mit Texten über Essen, Genuss & sinnliche Erinnerung bereichert.

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