Alles andere als brav – Kalendertür 13

Bei einem Winterspaziergang sollten die Würfel, die hinter der Kalendertür 13 verborgen gewesen waren, alle zehn Minuten fallen. Lippen – Ohren – Brüste – Nippel – Nacken konnte mit Küssen, Berühren, Saugen, Kitzeln, Massieren, Lecken zusammentreffen.

Frieder bekam den ersten Wurf: Ohren massieren. Sachte nahm er ihre Ohrläppchen zwischen die Finger und massierte sie. Carolin hatte ausgesprochen hübsche Ohren. Das war ihm noch nie aufgefallen.

›Nacken berühren‹ würfelte Carolin. So liebkoste sie mit sanfter Berührung Frieders Nacken. Nachdem Frieder gewürfelt hatte, schob er sie an den Schultern gegen einen Baum, umschloss ihr Gesicht mit den Händen und küsste sie so stürmisch, dass ihre Zähne aneinanderschlugen. So ging es weiter und weiter. Der Welt entrückt durch den vielen Schnee, die Stille und das Spiel gingen sie tiefer in den Wald. Hinter einem dicken Stamm schob er Schal, Mantel und Pullover beiseite und saugte ihre Brüste. Sie reckte sie ihm entgegen. Trotz des Mantels, trotz des Schals, trotz der Kälte glaubte sie ohnmächtig zu werden oder gerade deswegen. Zehn Minuten später kitzelten ihre Hände seinen Brustkorb. Nachdem wieder Zeit verstrichen war, erforschten seine Hände unter dem Schal ihre Brüste. Auf einer Lichtung wiederum drückte Carolin ihren Mund auf seinen. Ständig setzten sie sich unter Strom.

Am Ende des langen Spaziergangs waren die wärmenden Kleidungsstücke nur noch Hindernisse. Am liebsten wären sie jetzt in einer Hütte vor einem Kamin, um dort die Kleider abzustreifen und sich bis zur Erschöpfung zu lieben. Darin waren sie sich einig. Stattdessen fuhren sie im überheizten Auto und Carolin wollte gerade bitten, die Heizung herunter zu regulieren, als Frieder von der Hauptstraße auf eine Nebenstraße abbog und von da auf einen Feldweg. Dieser schlängelte sich hinter dichtem Buschwerk entlang. Im Scheinwerferlicht, das die Dunkelheit nur spärlich erhellte, erspähte Frieder eine Lücke. Dort brachte er den Wagen zum Stehen.

Er grinste: »Abgeschieden genug, um hier die Hüllen fallen zu lassen?«

»Okay,« dachte Carolin. Das ist wirklich #allesanderealsbrav

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.