Alles andere als brav – Kalendertür 1

Am  1. Advent, als Frieder sein Laufpensum absolvierte, dekorierte Carolin das Wohnzimmer. Am Abend käme ihre Familie zum traditionellen Gansessen. Doch die Idee mit dem Adventskalender wollte sie Frieder vor dem Eintreffen der Verwandtschaft schmackhaft machen.

»Es ist höchste Zeit uns beide mal wieder richtig Feuer im Schritt zu machen«, lachte Carolin als sie ihm das Geschenk überreichte.  

»Klingt vielversprechend«, sagte Frieder. »Wenn du bereit bist, alles außerhalb vom Schlafzimmer zu zelebrieren, nehme ich die Herausforderung an.«

Was sollte sie sagen? Das würde die Dosis an Aufregung um 100 Prozent erhöhen.

»Okay,« nickte sie. »Am Morgen wird die Tür geöffnet, am Abend wird eingelöst.«

Neugierig öffnete er das erste Päckchen. Heraus kamen eine Fernbedienung und ein kleines Ei.  

Am Abend sorgten die Körperwärme der Gäste, das winterliche Essen und das vibrierende Ei dafür, dass es Carolin heiß war. Die Gespräche rauschten nur so an ihr vorbei. All ihre Zellen wurden durcheinandergewirbelt. Vor allem, weil Frieder sie wieder auf diese verschmitzte Art von früher anlächelte.

Es war eine Herausforderung für Carolin mit dem Ei in ihr nach dem Rechten zu sehen: die Kerzen zu wechseln, wenn sie niedergebrannt waren, die Gläser zu füllen, wenn sie geleert waren, den Nachtisch zu verteilen und die vielen anderen Dinge zu erledigen, die ihr als gute Gastgeberin im, Blick hatte.

An die Küchentheke gelehnt schloss sie für einen Moment die Augen: »Diese Art von Stimulus ist großartig«, dachte sie. Und als sie sie wieder öffnete stand Frieder vor ihr und hielt die Fernbedienung in der Hand. »Zehn Vibrationsstufen, testen wir sie doch einmal durch.«

»Was machst du mit mir?«, versuchte sie ihn abzuwehren. Schon war Tante Magda zu stelle.

»Was macht er mit dir, mein Kindchen?«

»Nichts. Alles ist gut.«

»Und was machst du mit der Fernbedienung?«

»Mit der regle ich die Intensität.«

»Scheint kaputt zu sein, die Musik wird nicht lauter«, sagte Tante Magda.

Frieder lachte, nahm Carolin, die bei der Konversation sichtlich nervöser wurde, in die Arme und flüsterte ihr ins Ohr: »Von wegen defekt. Es fängt an zu wirken – deinen Pupillen sind groß wie Murmeln.«

Carolin nickte heftig, sprechen konnte sie schon nicht mehr. Da hatte er Erbarmen und senkte die Vibration um einige Stufen zurück.

Doch als die Verwandtschaft endlich ging, waren beide so müde, dass sie sich nur noch in die Kissen sinken ließen und sofort einschliefen.

Das war die erste Überraschung. Lasst euch anregen, sie in euren Schnipseln zu verwenden. Teilt sie gerne hier.

Anmerkung: Diesen Kalender könnt ihr mit dieser Füllung nicht 1:1 kaufen. Er wird von mir für die Geschichte zusammengestellt. Allerdings habe ich die Verpackung und einzelne Toys von einem bestehenden Kalender übernommen.

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