Der Schauplatz: Stuttgart

Gestern war ich seit langem mal wieder in der Roten Kapelle, eine Tapas Bar, die von Margarete während ihrer Mittagspause aufgesucht wird. Ja, ich habe als Schauplatz für den Roman “Perle um Perle” Stuttgart gewählt, meine Heimatstadt.

Bild: Panorama des Schillerplatzes mit Altem Schloss, Haus König von England, indem sich das fiktive Geschäft von Steinfels befindet, Stiftskirche, Fruchtkasten, Prinzenbau und Schillerdenkmal.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schillerplatz_
(Stuttgart)#/media/File:Schillerplatz_und_Stiftskirche_Stuttgart_2013_Panorama.jpg

Die einen Autoren sagen, das würden sie nie tun, da fehle der neugierige Blick. Wie soll der Leser die Stadt entdecken, wenn man sie selbst nicht mehr richtig wahrnähme, weil einem alles schon zu vertraut sei? Die anderen sagen, wähle Orte als Schauplätze, die du gut kennst, dann kannst du jedes Detail beschreiben und „vor Ort“ schreiben. Genau das wollte ich. Ich wollte unbedingt an den Schauplätzen meines Romans spazieren gehen, auf einem Stuttgarter Friedhof zum Beispiel, die Namen auf den Gräbern lesen, wollte in der Zacke (eine Zahnradbahn, eine Besonderheit Stuttgarts) fahren und die Mitnahme eines Fahrrads ausprobieren.
Die Topografie von Stuttgart, die Liststraße, der Friedhof, der Schillerplatz und das Finanzamt sind reale Orte, sogar die Cafés. Das Café Stella und das Heller sind leider im Herbst 2015 geschlossen worden.
Das Edelkaufhaus, vielmehr die Vorlage zu jenem, das ich beschreibe, existiert ebenfalls. Und ja, auch wenn man darüber staunt, in der Dessous-Abteilung werden elegante Sex Toys verkauft, sogar Peitschen mit Strasssteinen, natürlich alles sehr dezent. Andere Schauplätze, wie das Wellness Bad im Schwarzwald oder der Silver Lounge-Erotikclub in Berlin, sind erfunden.
Das Geschäft von Steinfels gibt es leider auch nicht, mir würde es dort sehr gut gefallen. Aber das Gebäude gibt es. Es heißt König von England – nach dem Hotel, das früher an dieser Stelle stand. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die anderen Gebäude an dem Platz neu aufgebaut. Anstelle des Hotels entstand ein Neubau mit Nutzung durch ein Ministerium in den Obergeschossen und Läden im Erdgeschoss. Statt Steinfels Antiquitätengeschäft war dort früher ein Uhrengeschäft, aktuell (03.02.2016) steht es leer.

Wer die Schauplätze nun in meinem Roman wiederfinden möchte, muss sich nur noch bis März gedulden – dann wird “Perle um Perle” erscheinen!

Eure Ines Witka

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