Wie Ignatz Steinfels zu seinem Namen kam

Darf ich vorstellen? Ignatz Steinfels, eine der beiden Hauptfiguren in “Perle um Perle”.

Ignatz ist ein traditioneller Name, der heute nur noch selten vergeben wird. Er soll einerseits auf seine Herkunft verweisen: Sohn eines Fabrikanten.

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Ignatz Steinfels’ Manschettenknöpfe

Andererseits soll er auf eine Gefahr hinweisen. Ignatz ist abgeleitet von Ignatius (der Feurige), ausgehend von der dem lateinischen: ignis = „Feuer“, igneus = „feurig; glühend“.

Man kann sich in seiner Aufmerksamkeit wärmen wie am Feuer, doch wenn man ihm zu nahe kommt, wird man sich Blessuren holen.
Auch er selbst könnte im Feuer seiner Leidenschaften verbrennen, denn er ist ein besessener Sammler von erotischer Kunst. Er hat eine der umfassendsten privaten Erotika-Kollektionen Europas aufgebaut.

Gegen die Hitze des Feuers (”Ignatz”) ist der Widerstand eines harten Materials (”Steinfels”) gesetzt, noch verstärkt durch die Dopplung: der Stein und der Fels.

Wenn das Feuer nicht wäre, wäre er durch den Nachnamen von vornherein auf Kaltherzigkeit und Unnachgiebigkeit festgelegt. Was in einer auf Spannung angelegten Handlung nicht hilfreich wäre. So ist Ignatz Steinfels eine ambivalente Figur.  Und ihr dürft gespannt sein, welches der Elemente die Oberhand gewinnt

Eure Ines Witka

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